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Hat Freiwilligkeit eine Zukunft?

 

Wie sieht die Zukunft unserer Freiwilligen Feuerwehren aus und gibt es eine? Diese und ähnliche Fragen stellte Gunter Schlenkrich (Wehrleiter FF Großhartau  anlässlich der 13. Verbandsdelegiertenkonferenz des KFV Bautzen e.V. in Neschwitz.  


Mit seinem Diskussionsbeitrag und offenen Fragen an die anwesenden Vertreter der Politik – Frau Maria Michalk (Bundestagsabgeordnete) und HerrGerd Schuster (Bürgermeister Gemeinde Neschwitz) wurden selbstlos die Probleme angesprochen, die seit langer Zeit viele Wehrangehörige bewegen. Abgesehen von den Schwierigkeiten der Kommunen, ihren Verpflichtungen beider Beschaffung und Erhaltung der notwendigen Ausrüstung und Geräte für den Brandschutz nachzukommen, werden weitere Aufgaben von oben nach unten durchdelegiert. Eine Lösung, wie die zusätzlichen Aufgaben durch die aktiven Kameraden bewältigt werden sollen, wird dabei nicht mitgegeben.


In Zeiten der flexiblen Arbeitsplätze, gleichbedeutend mit der Philosophie, entweder mitziehen oder arbeitslos werden, stellt sich die Frage, wer soll das Aufgabenspektrum übernehmen? Junge und gut ausgebildete Kameraden sindvielerorts aufgrund der vorausschauenden Wirtschaftspolitik in hohem Maße Wunschdenken. Die Thematik der Tageseinsatzbereitschaft bleibt dabei weitestgehend noch unberücksichtigt. Blühende Landschaften sollten entstehen –

 

.... Blumen wachsen inzwischen vielerorts auf ehemaligen Produktionsanlagen. Die Jungen und gewillten Floriansjünger ziehen weiterhin der Arbeit hinterher. Antworten auf all die Fragen konnten oder wollten bisher weder Landrat, Abgeordnete oder Minister geben. Es bleibt mithin abzuwarten, ob das Ehrenamt ob dieser Aussichten in Deutschland eine Zukunft hat. Beim Blick über die Bundesgrenzen hinaus zeigt sich, das es durchaus möglich ist. Worte allein genügen nicht, Taten gehören unabdingbar dazu.  Wie, umderartige Diskussionen Lügen zu strafen, erhielten die Kameraden Helmut Wetzko, Ernst Kroschk und Manfred Wehner die Ehrenmedaille des KFV Bautzen e.V.. Insbesondere die langjährige Arbeit mit der Jugend sowie das Engagement im Dienste der Feuerwehr für das Wohl der Gemeinschaft waren ausschlaggebend für diese Ehrung.  Als besondere Überraschung wurde durch den Kreisverbandsvorsitzenden des Partnerverbandes aus Boleslawiec Kamerad Klaus Ulbrich für die gute Zusammenarbeit mit der „Medaille für besondere Verdienste bei der Feuerwehr in Bronze“ geehrt.

 

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Über Grenzen hinweg, Verehrung Heiliger St. Florian

Einer Einladung des KFV Boleslawiec (Bunzlau) folgend, weilten am 04.05.07Kameraden des KFV Bautzen in Polen.  Das besondere an diesem Tage war die seit langen durch die polnischen Organisatoren vorbereitete feierliche Zeremonie zur Einweihung und Aufstellung einer lebensgroßen Holzfigur des Hl. St. Florian in der Kirche von Boleslawiec.


In Polen gilt der 4. Mai als Nationalfeiertag, der unter reger Anteilnahme der gesamten Bevölkerung gefeiert wird. Die dazu stattfindenden Gottesdienste werden meist unter Beisein hoher geistlicher Würdenträger abgehalten. Auch an jenem Tag war dies der Fall, und so wohnten die Kameraden des KFV Bautzen in Boleslawiec dem Festgottesdienst in voller Anteilnahme bei.


Als Geste der Ehrenbekundung beteiligte sich der KFV Bautzen mit der Zustimmung aller angehörenden Kameraden des Landkreises Bautzen finanziell an der Anfertigung des geschnitzten St. Florian. Darüber hinaus konnten auch private Spenden zu diesem Zweck übergeben werden.  


Die Zusammenarbeit und gegenseitigen Ehrbezeugungen zwischen den beiden Feuerwehrverbänden aus Deutschland und Polen kann dabei auf eine Tradition von mehr als 10 Jahren zurückblicken. Der 04.05.07 war dabei ein Höhepunkt der besonderen Art. Regelmäßig werden gegenseitige Besuche und Jugendlager organisiert, die für beide Seiten immer wieder neue Erkenntnisse und vor allem eine tiefe Bindung hervorbringen. So ist zu hoffen, dass diese Verbindung auch in Zukunft weiter Bestand haben wird. Der Grundsatz „Helfen in der Not ist unser Gebot“ gilt weltweit als Synonym der uneigennützigen Hilfe ungeachtetder Konfession und Nationalität des in Not geratenen.

 

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