150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Puschwitz

Es gibt Jubiläen, die man mit der gesamten Gemeinde und darüber hinaus feiern sollte. Ein solches erlebte Puschwitz am Wochenende des 22. August, als die Freiwillige Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen beging. Anderthalb Jahrhunderte jener stillen Gewissheit, dass jemand kommt, wenn es brennt – das lässt sich nicht in einer Stunde abfeiern. Also nahm man sich zwei Tage Zeit.

Der Freitagabend gehörte den eigenen Reihen. In vertrauter Runde versammelten sich die geladenen Wehren aus Neschwitz, Crostwitz, Luga, Saritsch und Königswartha, dazu Michael Jablonsky, stellvertretender Kreisbrandmeister für den Landkreis Bautzen, und Gert Schöbel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Bautzen e.V. Eröffnet wurde der Abend mit einer Ansprache des Puschwitzer Wehrleiters Andre Mazalla.

Der Samstag gehörte allen. Die Feuerwehr lud zum Familiennachmittag. Zwischen einer Hüpfburg in Gestalt eines Löschfahrzeugs, dem Duft von Kaffee und selbstgebackenem Kuchen und dem hoffnungsvollen Griff an das Glücksrad der Tombola entstand eine ausgelassene Stimmung, die man in keinem Terminkalender planen kann.

Karl Barchmann und Ana Bartsch führten in einem Vortrag durch die Geschichte der Ortsteile und ihrer Feuerwehr, am Nachmittag legte sich der Gesang des Duos Revival über den Festplatz. Auf der so genannten „Blaulicht  Meile“ zeigten verschiedene Wehren aus den Nachbargemeinen ihre Ausrüstung und erklärten Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Und dann jene Bilder, die man mit nach Hause nahm: Einige Mutige ließen sich auf der Drehleiter der Königswarthaer Wehr in dreißig Meter Höhe tragen und blickten über die Gemeindegrenzen hinweg. Andere bewiesen am Spreizer eine ungeahnte Zartheit und trugen behutsam ein rohes Ei von einer Pylone zur nächsten – Kraft und Feingefühl in einer einzigen Geste. Als der Abend kam, übernahm der DJ, und wo tagsüber Kinder gelacht hatten, wurde nun getanzt.

Getragen wurde das Fest von vielen Schultern – von der Gemeinde Puschwitz, den Kameraden der Puschwitzer Feuerwehr, den Jägern, die sich an beiden Tagen um die Verpflegung kümmerten und dem Jugendclub aus Wetro. Den vielen ehrenamtlichen Helfer gilt aufrichtige Dankbarkeit. Denn ohne sie wären weder das Fest noch die 150 Jahre denkbar gewesen.